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Lesung mit Boris Reitschuster

Putins Demokratur – Lesung und Diskussion

Plakat zur Veranstaltung

Diesmal haben wir Boris Reitschuster, Russland-Korrespondent des Focus, eingeladen. Er präsentiert sein neuestes Buch „Putins Demokratur“.

Zwanzig Jahre nach der Perestroika ist die Demokratie in Russland gescheitert, meint Boris Reitschuster. Wie zu Sowjetzeiten setzt Wladimir Putin auf die „Vertikale der Macht“. Das heißt: auf einen allmächtigen Staatsapparat, nationalistische Parolen, die Manipulation von Medien und auf den Geheimdienst. Die im Kreml herrschende Denkweise à la KGB, kaum verhüllte Großmachtambitionen und die Abhängigkeit des Westens vom russischen Gas und Öl machen die Atommacht immer mehr zum außen- und energiepolitischen Unsicherheitsfaktor. Boris Reitschuster lüftet den Propaganda-Vorhang des Kreml und beschreibt die Politik der neuen Herrscher, die Lebenswirklichkeit im heutigen Russland und dessen Rolle gegenüber der europäischen Staatengemeinschaft.

Der Referent

Boris Reitschuster erlag nach einem Jugendaustausch mit der Sowjetunion 1988 der Faszination Russlands. Er lernte im Eigenstudium die Sprache des Landes, mit dem ihn außer seinem Vornamen zuvor nichts verband. Nach dem Abitur 1990 zog er als Student zu seiner Jugendliebe nach Moskau, mit zwei Koffern und seinen gesamten Ersparnissen. In einer Gastfamilie und in leeren Geschäften lernte er Russland abseits der Ausländer-Ghettos kennen. Nach einer Dolmetscher-Ausbildung arbeitete er als Deutschlehrer und Übersetzer. Gleichzeitig berichtete er für verschiedene deutsche Tageszeitungen aus Russland. Seit 1999 ist er Leiter des Moskauer Focus-Büros.

Daten und Fakten
Veranstaltungsdatum 12. März 2007
Veranstaltungsort Moritzbastei, Veranstaltungstonne, Leipzig