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Wie bekommt man ein Stipendium? 5 Schritte zum Erfolg

Von Daria Parshina

Dasha, Mitglied der Moskauer Regionalgruppe und Absolventin der Higher School of Economics (HSE), begann in diesem Jahr ihren Master im Ausland und studiert an zwei deutschen Universitäten. Und das alles mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Höhe von etwa 22 000 Euro!

In unserem Blog teilt Dasha ihre Erfahrungen und erzählt:

- Wie ihr kostenlos an einer Europäischen Universität studieren könnt!

- Wie ihr schnell alle Unterlagen für die Bewerbung zusammen habt!

- Wie ihr ein Stipendium des DAAD erhalten könnt und vieles mehr.

Dasha hat auch einen Kanal auf YouTube, wo sie über die Bewerbung, das Studium und die Arbeit in Deutschland erzählt:


https://www.youtube.com/channel/UC31QgUpIZMuOUJOnr3z1JXg


Besucht den Kanal und lasst ein Abo da, damit ihr nichts verpasst!

Viele denken nicht daran, in Europa einen Master zu machen, weil sie glauben, dass sie es nicht finanzieren können. Man benötigt zwar Geld, aber habt keine Angst. Erstens gibt es in Deutschland fast überall freie Bildung. Zweitens gibt es sehr viele Stipendienfonds, die alle eure Ausgaben vollständig decken können! Ich konnte ein Stipendium für die gesamte Studienzeit von einer der ältesten Stiftungen - dem DAAD - erhalten. Ich möchte mit euch fünf Schritte teilen, die mir dies ermöglicht haben:


1. Beginnt rechtzeitig.

Die Bewerbung für ein DAAD-Stipendium muss ein Jahr vor Studienbeginn eingereicht werden. Tatsächlich müsst ihr jedoch viel früher beginnen - für die Bewerbung benötigte ich ein Sprachzertifikat und ein Motivationsschreiben mit den Gründen für die Auswahl bestimmter Universitäten und Programme. Im Mai habe ich mich für die Sprachprüfung angemeldet, im Juli bestanden, im September das Ergebnis erhalten und mich im Oktober beworben. Zudem wird es viel Zeit in Anspruch nehmen, einen Motivationsschreiben zu verfassen – lest dafür die Webseiten der Universitäten und Biografien von Professoren und unterhaltet euch mit Studenten aus diesen Unis.

2. Wählt sorgfältig das entsprechende Stipendienprogramm aus.

Ja, ihr könnt euch für alle bewerben, aber erfolgreich vor allem für die, wo die Ziele und Interessen der Stiftung zu euch passen. Wenn ihr euch für Politik interessiert, sind die Konrad Adenauer Stiftung oder die Rosa Luxemburg Stiftung genau das Richtige für euch und wenn ihr euch für die Umwelt interessiert - die Heinrich Böll Stiftung.

3. Schreibt ein starkes Motivationsschreiben.

Ein gutes Motivationsschreiben zählt viel mehr als Noten oder Diplome. Jede Zeile sollte stark sein - wenn ein Satz den Brief nicht stärker macht, lasst ihn weg. Es ist unmöglich, sofort einen überzeugenden Brief zu verfassen, also arbeitet mehrere Wochen an ihm. Jeden Tag kommen neue Ideen zu Ihnen, jeden Tag wird er ein bisschen besser. Und dann gebt das Schreiben so vielen Menschen wie möglich zum Korrekturlesen. Dies müssen keine Experten auf dem Gebiet des Schreibens von Motivationsbriefen sein. Ein befreundeter Philologe wird hilft euch, wie ihr schöner schreiben können, ein anderer Freund wird Ihnen sagen, wie Sie sich verkaufen können, ein Freund, der Deutsch als Muttersprache hat kann eure Rechtschreibung korrigieren, und eure Mutter wird bemerken, wo ihr euch noch loben können :)

4. Setzt euch ein klares Ziel.

Der Wunsch einmal aus Russland heraus zu kommen, reicht für ein Stipendium nicht aus. Die Chancen erhöhen sich erheblich, wenn ihr selbst entscheidet (und dann in einem Motivationsschreiben angebt), warum ihr diese Entscheidung getroffen haben: Warum Deutschland und nicht ein anderes Land, warum genau diese Universität? Es ist auch wichtig, was ihr während und nach dem Master vorhabt, auf welche Themen ihr beim Studium einen Schwerpunkt setzt und in welcher Beziehung die Themen zu dem stehen, was ihr davor getan habt.

5. Sammelt Erfahrungen in Bezug auf Deutschland.

Fast alle meine Bekannten, die Stipendien erhalten haben, haben irgendwie Erfahrungen in Deutschland gesammelt. Der eine nahm an einem Austausch teil, der andere fand ein Praktikum, der dritte nahm an einer Konferenz teil. Die Erfahrung in Deutschland sagt viel aus: Ihr habt bereits eine Vorstellung von Bildung oder Forschung im Land erhalten, was bedeutet, dass ihr wisst, was ihr tun werdet, und höchstwahrscheinlich erfolgreich abschließen werdet. Dies zeigt nicht nur euren Wunsch, mit Deutschland zusammenzuarbeiten, sondern auch die langfristige Stabilität eurer Ziele. Die Hauptsache ist, dass ihr überhaupt nicht für ein Austauschjahr abreisen müssen - ihr könnt dasselbe zeigen, indem ihr an deutschen Online-Konferenzen teilnehmen oder aktiv an Projekten einer Organisation wie dialog e.V. teilnehmt.

dialog e.V. - Vereinigung deutscher und russischer Ökonomen

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